Ihr habt euer Eigenheim energetisch saniert? Dann könnt ihr einen Teil der Kosten von der Steuer absetzen. Wir zeigen euch, wie das funktioniert und was ihr beachten müsst.
WIE VIEL IHR ABSETZEN KÖNNT
Wenn euer Haus älter als zehn Jahre ist, könnt ihr Kosten für energetische Baumaßnahmen über drei Jahre verteilt absetzen:
Staffelung der Absetzung:
- Jahr des Bauabschlusses: 7 % der Kosten, max. 14.000 €
-
- Jahr: 7 % der Kosten, max. 14.000 €
-
- Jahr: 6 % der Kosten, max. 12.000 €
Gesamt könnt ihr maximal 40.000 € steuerlich geltend machen.
WELCHE MASSNAHMEN ZÄHLEN
Ihr könnt folgende Kosten absetzen:
- Wärmedämmung von Wänden, Dächern und Geschossdecken
- Neue Fenster und Außentüren
- Einbau einer Lüftungsanlage
- Erneuerung der Heizungsanlage
DIESE VORAUSSETZUNGEN MÜSST IHR ERFÜLLEN
Damit das Finanzamt die Absetzung akzeptiert, müssen mehrere Bedingungen erfüllt sein:
Grundvoraussetzungen:
- Ihr müsst das Objekt selbst bewohnen
- Die Kosten dürfen nicht als Betriebsausgaben, Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen abziehbar sein
Formale Anforderungen:
- Die Rechnung muss in deutscher Sprache ausgestellt sein
- Die Zahlung muss unbar erfolgt sein (Überweisung, keine Barzahlung)
- Es darf keine anderweitige Förderung fließen (z.B. über KfW-Zuschuss oder Denkmal-AfA)
Wichtig: Das ausführende Fachunternehmen muss über die Baumaßnahmen eine Bescheinigung nach amtlich vorgeschriebenem Muster ausstellen. Das Bundesministerium der Finanzen hat die Details hierzu kürzlich in einem aktualisierten Schreiben dargestellt.
WAS DAS FÜR EUCH BEDEUTET
Die steuerliche Förderung ist attraktiv. Aber sie schließt andere Förderungen aus. Ihr müsst euch also entscheiden: Steuerabzug oder KfW-Zuschuss.
💡 Tipp: Prüft vor Beginn der Baumaßnahme gemeinsam mit eurem Steuerberater, welche Variante für euch günstiger ist. Manchmal ist es sinnvoll, auf eine staatliche Förderung (z.B. über die KfW) zu verzichten. So sichert ihr euch die steuerliche Absetzbarkeit.
FAZIT
Energetische Sanierung lohnt sich steuerlich. Bis zu 40.000 € könnt ihr über drei Jahre absetzen. Achtet aber unbedingt auf die Voraussetzungen. Besonders wichtig: Bescheinigung vom Fachunternehmen und keine Doppelförderung.
Habt ihr Fragen zu eurer Sanierung? Wir helfen euch gern weiter.
