KRYPTO-STEUER: ANLEGER WERDEN FÜR DAS FINANZAMT GLÄSERN

Ihr handelt mit Bitcoin, Ether oder anderen Kryptowerten? Dann weiß das Finanzamt seit 2026 deutlich mehr über eure Geschäfte. Ein neues Gesetz verpflichtet Krypto-Anbieter zur Meldung.

SO VERSTEUERT IHR KRYPTO-GEWINNE

Entscheidend ist die Haltedauer. Liegt zwischen Kauf und Verkauf mehr als ein Jahr, bleiben private Gewinne steuerfrei. Verkauft ihr innerhalb eines Jahres, versteuert ihr den Gewinn mit eurem persönlichen Steuersatz.

Es gibt eine Freigrenze. Seit dem 01.01.2024 bleiben private Veräußerungsgeschäfte von weniger als 1.000 € pro Jahr steuerfrei.

DAS MÜSST IHR DOKUMENTIEREN

Als Privatanleger dokumentiert ihr alle Verkäufe von Kryptowerten nachvollziehbar. Dazu gehören:

  • Kauf- und Verkaufsdatum samt Kurs
  • welche Kryptowerte ihr wie lange und in welcher Menge gehalten habt
  • Anschaffungskosten und Verkaufserlöse

Das Finanzamt kann zusätzliche Nachweise verlangen. Das betrifft etwa Kryptowerte, die ihr innerhalb einer Wallet umschichtet, ohne sie zu verkaufen oder zu tauschen. Handelt ihr über eine ausländische Plattform, gilt für euch eine erhöhte Mitwirkungspflicht.

WAS DAS NEUE GESETZ ÄNDERT

Am 01.01.2026 ist das Kryptowerte-Steuertransparenzgesetz in Kraft getreten. Es verschärft die Pflichten zur Dokumentation und Datenweitergabe deutlich.

Anbieter von Kryptodienstleistungen melden jetzt bestimmte Transaktionsdaten ihrer Nutzer an die Finanzverwaltung:

  • Stammdaten wie Name, Geburtsdatum und Steuer-ID
  • Detaillierte Angaben zu den gehandelten Kryptowerten
  • Meldepflichtig: Verwahrer von Kryptowerten, Plattformbetreiber und Dienstleister für den Tausch
  • Frist: jährlich bis zum 31.07. für das vorangegangene Kalenderjahr
  • Empfänger: das Bundeszentralamt für Steuern

WAS DAS FÜR EUCH BEDEUTET

Euer Anbieter fordert von euch eine Selbstauskunft zur steuerlichen Ansässigkeit an. Reagiert ihr darauf nicht innerhalb von spätestens 90 Tagen, darf er für euch keine meldepflichtigen Transaktionen mehr genehmigen.

FAZIT

Seit 2026 erfährt das Finanzamt automatisch von euren Krypto-Geschäften. Haltet eure Käufe und Verkäufe deshalb lückenlos fest.

Habt ihr Fragen? Wir helfen euch gern weiter.